22. Mai: Museumstag im Elektro-Museum Rendsburg

15. Mai 2017

Internationaler Museumstag
Röhrenradio der Firma SEIBT von 1925 mit freien Wabenspulen und Reglern für die Frequenzsuche

Früher konnten Musik oder Reden nur live gehört werden. Wie der Wettlauf der Erfinder um die Aufzeichnung und Wiedergabe von Tönen begann, zeigt das Elektromuseum der Schleswig-Holstein Netz AG am 22. Mai anlässlich des Internationalen Museumstags in einer spannenden Sonderausstellung. Der Eintritt ist frei.

Musik und Ton? Kommen heute von einem Streaming Dienst, über das Smartphone aus einem kabellosen Lautsprecher.  Dabei ist es nur 150 Jahre her, dass es zum ersten Mal gelang, Töne aufzuzeichnen und wiederzugeben.

„Von der Tonrolle zur Schellackplatte und weiter“ ist der Titel  der Sonderausstellung, in der die Schleswig-Holstein Netz AG nun den Beginn einer technischen Entwicklung zeigt, die die Kommunikation grundlegend verändert hat.

Das Rendsburger Elektro-Museum befindet sich im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Schleswag – einer Villa, die 1920 von dem Jugendstilarchitekten Fritz Höger errichtet wurde. Museumsführer in Trachten aus dieser Zeit führen durch die Ausstellungsräume. In ihnen wird anschaulich, wie aus einfachen mechanischen Hilfsmitteln durch die Elektrifizierung zukunftsweisende Geräte entstanden, mit denen  der technische Fortschritt in den Haushalt einzog: Sei es der von Konrad Adenauer erfundene, beleuchte Stopfpilz, ein Ufo-förmiger Vorläufer der Waschmaschine, ein bereits 1914 in Serie hergestellter elektrischen Staubsauger oder das kleinste Röhrenradio der Welt.

Die physikalischen Grundlagen der elektrischen Energie, die diese Wunderwerke möglich macht, werden im Eingangsbereich des Museums leicht verständlich erklärt.

Die Villa in der Stormstraße 1 ist am 22. Mai anlässlich des internationalen Museumstags von 10 ­bis 17 Uhr geöffnet, sonst Dienstags von 10 – 12 Uhr und von 14 – 16 Uhr. Parkplätze gibt es vor dem Finanzamt Kieler Straße/Hebbelstraße.