Fortbildung: Engagierter Spielplatzprüfer

03. Februar 2017


Fortbildung erfolgreich abgeschlossen: Frank Görß

Für Kinder klingt Spielplatzprüfer wie ein Traumberuf. Doch kontrolliert wird nicht der Spaßfaktor, sondern die Sicherheit der Anlage. Und das findet Frank Görß, der gerade die entsprechende Weiterbildung abgeschlossen hat, auch besonders wichtig.

Sind die Holzbeine des Klettergerüstes noch intakt? Sind alle Schrauben mit Hutmuttern gesichert? Und ist der Spielplatz zur Straße hin durch eine Einfriedung abgesichert? Einmal im Jahr muss jeder Spielplatz eine Art TÜV-Untersuchung durchlaufen. Frank Görß kennt die Anforderungen genau. Er arbeitet in der Abteilung Handwerkerservice der BUD Bau- und Dienstleistung GmbH. Zwei Jahre lang hat er einen Kollegen bei der Kontrolle von Spielplätzen begleitet und nun selbst die entsprechende Weiterbildung bei der DEULA in Westerstede absolviert – wegen seiner Vorkenntnisse im Schnelldurchgang und trotzdem als Lehrgangsbester. „Wenn ich so was mache, dann auch richtig. Ich habe mich ja selbst für diese Weiterbildung gemeldet“, begründet der 32-Jährige sein Engagement.

Vielleicht liegt es auch daran, dass er selbst eine sechsjährige Tochter hat, dass er beim Thema Spielplatzsicherheit mit voller Aufmerksamkeit dabei ist. „Die Hausmeister gucken zwar, ob alles in Ordnung ist, prüfen auch ab und zu mit Hammer und Spaten, ob die Schaukel standfest und der Sand sauber ist.“ Doch ob wirklich alle DIN-Normen und Sicherheitsanforderungen erfüllt sind, stellt sich erst bei der regelmäßigen Begutachtung des Spielplatzprüfers heraus. Die entsprechenden Reparaturen müssen dann umgehend durchgeführt werden.

Dazu gehört nicht nur, dass alle Sprossen an der Kletterturmleiter intakt sind. Der Spielsand, zum Beispiel, muss spätestens nach drei Jahren ausgetauscht werden, auch wenn er noch sauber wirkt. Das schreibt der Prüfer deshalb bereits nach zwei Jahren als Auftrag ins Protokoll.

Frank Görß achtet auch auf die Lage der Spielgeräte: „Wenn eine Rutschbahn zur Sonne zeigt, kann sie 50 bis 60 Grad heiß werden und damit zu einer Gefahr für die Kinder. Die muss man einfach nur umdrehen. Und die Geräte sollten auch nicht unter Bäumen stehen. Da kann ja immer mal ein Ast herunterfallen.“

Nicht nur die Sicherheit der Spielplätze wird regelmäßig kontrolliert, sondern auch das Wissen der Prüfer. Alle drei Jahre wird es auf den neuesten Stand gebracht. Schließlich gibt es auch immer wieder neue Spielgeräte. Insgesamt geht der Trend eher zum kleinen Spielplatz mit einer kompakten Kombination aus Schaukel, Kletterturm und Sandkasten.

Welcher Spielplatz war denn bisher der schönste, den Frank Görß für die BUD besucht hat? „Ein weitläufiger Platz in Husum, mit vielen Geräten und einem Wasserlauf. Der hätte meiner Tochter bestimmt gut gefallen.“ Aus seiner eigenen Kindheit erinnert der 32-Jährige dagegen kaum noch einen Spielplatz – nur viele Fußballplätze.  Das hat sich verändert: „Im letzten Urlaub auf Usedom gab es einen 10.000 Quadratmeter großen Abenteuerspielplatz. Für den hat sich nicht nur meine Tochter begeistert!“